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Zahnstein entfernen und vorbeugen


Zahnstein (medizinisch: Calculus dentis) ist verhärteter Zahnbelag, der durch Einlagerung von Mineralien entsteht. Einmal entstanden, lässt sich Zahnstein nicht mehr durch Zähneputzen entfernen, sondern muss professionell in der Zahnarztpraxis beseitigt werden. Wird er nicht entfernt, bietet seine raue Oberfläche idealen Halt für neue Bakterien, was zu Zahnfleischentzündungen und Parodontitis führen kann.

Von LISTERINE® 17. Juni 2026

Eine Frau, die in in die Kamera lächelt und ihr Gesicht auf ihren Händen abstützt.

Zahnstein kennen die meisten: Er macht sich oft an den Innenseiten der unteren Schneidezähne oder den ersten oberen Backenzähnen bemerkbar – genau dort, wo die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen liegen. Während frischer Zahnstein oft weiß-gelblich ist (supragingival), kann er unterhalb des Zahnfleischrandes eine dunkle, fast schwarze Farbe annehmen (subgingival oder Konkremente).

Auf unserer Themenseite “Was ist Zahnstein” erfährst du mehr zu den Hintergründen. Hier klären wir die wichtigste Frage: Wie wirst du ihn los und wie verhinderst du, dass er zurückkommt?

Zahnstein selbst entfernen: Warum Experten abraten

Wichtiger Hinweis: Zahnärzte warnen ausdrücklich davor, harten Zahnstein selbst zu entfernen. Die Verletzungsgefahr für Zahnfleisch und Zahnschmelz ist bei der Verwendung von spitzen Gegenständen (Scalern) ohne Ausbildung extrem hoch.

Zahnstein besteht aus Zahnbelag (Plaque), die durch Mineralien (Kalzium und Phosphat) aus dem Speichel mineralisiert ist. Dieser Vorgang beginnt oft schon nach 24 bis 48 Stunden, wenn Beläge nicht entfernt werden. Das Resultat ist eine steinharte Substanz, die fest mit dem Zahn verbunden ist.

Warum du die Entfernung Profis überlassen solltest:

  • Verletzungsgefahr: Ein Abrutschen mit Instrumenten führt oft zu tiefen Schnittwunden im Zahnfleisch, die sich entzünden können.

  • Schmelzschäden: Unsachgemäßes Kratzen hinterlässt mikroskopisch feine Kratzer auf dem Zahnschmelz. Diese raue Oberfläche ist ein perfekter Nährboden für neue Bakterien.

  • Unsichtbare Gefahr: Der gefährlichste Zahnstein sitzt oft unterdem Zahnfleischsaum (subgingival). Diesen kannst du zu Hause nicht erreichen, er treibt aber die Parodontitis voran.

Hausmittel gegen Zahnstein: Ein Risiko für deine Zähne

Im Internet kursieren viele Tipps zu Hausmitteln wie Backpulver, Zitrone oder Essig. Aus zahnmedizinischer Sicht sind diese Methoden nicht nur unwirksam gegen verkalkten Stein, sondern oft schädlich.

Hier ist der Faktencheck zu beliebten Mythen:


Hausmittel

Wirkung auf Zahnstein

Risiko für die Zähne

Backpulver / Natron

Entfernt nur weiche Beläge, keinen Stein.

Wirkt wie Schmirgelpapier. Es raut den Zahnschmelz auf und macht ihn anfälliger für neue Verfärbungen.

Zitrone / Essig

Keine nennenswerte Wirkung.

Die Säure greift den Zahnschmelz an (Erosion) und entzieht ihm wichtige Mineralien. Das fördert Karies.

Teebaumöl

Wirkt antibakteriell, löst aber keinen Zahnstein.

Kann unterstützend gegen Bakterien wirken, ersetzt aber keine mechanische Reinigung.

Zahnsteinradierer

Entfernt nur oberflächliche Verfärbungen.

Hohe Gefahr von Zahnfleischverletzungen bei falscher Anwendung.

Fazit: Spare dir die Experimente. Ultraschall-Zahnbürsten und spezielle Zahnpasten helfen zwar hervorragend bei der Vorbeugung (indem sie Plaque entfernen, bevor sie hart wird), aber ist der Stein erst einmal da, hilft nur der Gang in die Praxis.

Zahnstein entfernen: Was macht der Zahnarzt?

Im Rahmen der Kontrolluntersuchung oder einer Professionellen Zahnreinigung (PZR) entfernt dein Zahnarzt oder die Prophylaxe-Fachkraft den festsitzenden Zahnstein. Dabei kommen zwei Hauptmethoden zum Einsatz:

  1. Ultraschall: Eine vibrierende Metallspitze sprengt den Zahnstein durch hochfrequente Schwingungen schonend von der Zahnoberfläche ab. Das wird oft von einem kühlenden Wasserstrahl begleitet.

  2. Handinstrumente: Mit Scalern und Küretten werden hartnäckige Reste und Konkremente unter dem Zahnfleischrand manuell entfernt.

Die Behandlung ist meist schmerzfrei und wird ohne Betäubung durchgeführt. Bei tief sitzendem Zahnstein in Zahnfleischtaschen (wie bei einer Parodontitis) kann eine lokale Betäubung sinnvoll sein.

Kosten der Zahnsteinentfernung

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für die einfache Zahnsteinentfernung einmal im Kalenderjahr.

Für eine gründlichere Reinigung, die auch weiche Beläge, Verfärbungen und Zahnzwischenräume umfasst, wird meist eine Professionelle Zahnreinigung (PZR) empfohlen. Die Kosten hierfür (ca. 50 bis 150 Euro) musst du oft selbst tragen, wobei viele Kassen mittlerweile Zuschüsse gewähren.  

Zahnstein vorbeugen: Deine 3-Schritt-Routine

Da du Zahnstein nicht selbst entfernen kannst, ist die Vorbeugung dein wichtigstes Hilfsmittel. Das Ziel ist simpel: Entferne die Plaque, bevor sie mineralisieren kann.

Mit dieser Routine minimierst du das Risiko für Zahnstein, Karies und Zahnfleischproblemen:

  1. Mechanische Reinigung: Putze zweimal täglich die Zähne (mindestens 2 Minuten). Achte auf die richtige Technik Zahnputztechnik, um auch den Zahnfleischrand zu reinigen.

  2. Zahnzwischenräume: Hier entsteht Zahnstein besonders oft. Nutze einmal täglich Zahnseide oder Interdentalbürsten.

  3. Chemische Prophylaxe: Eine Mundspülung erreicht die Stellen, an die die Zahnbürste nicht kommt und bekämpft Bakterien im gesamten Mundraum.

UNSER TIPP: Der Schutzschild gegen Neubildung

Um die Zahnsteinbildung proaktiv zu reduzieren, empfehlen wir die Ergänzung deiner Routine mit LISTERINE® TOTAL CARE Zahnstein-Schutz.

Die Formel wirkt zweifach:

  1. Bakterien-Reduktion: Die vier ätherischen Öle bekämpfen bis zu 99% der nach dem Zähneputzen noch verbliebenen Bakterien und reinigt die Stellen, die mit der Zahnbürste schwer zu erreichen sind. Weniger Plaque bedeutet weniger Grundsubstanz für Zahnstein.

  2. Zinkchlorid-Technologie: Die enthaltene Zinkchlorid-Formel hilft, die Kristallisation von Plaque zu Zahnstein zu hemmen. So bleiben die Zähne länger natürlich weiß und frei von Ablagerungen.

Häufige Fragen zum Thema Zahnstein (FAQ)

Die Neigung zu Zahnstein ist individuell. Sie hängt stark von der Zusammensetzung deines Speichels ab. Enthält dein Speichel sehr viele Mineralien (Kalzium/Phosphat), mineralisiert Plaque schneller – oft schon innerhalb von 24 Stunden. Gerade dann ist die Nutzung einer zahnsteinhemmenden Mundspülung mit Zinkchlorid eine sinnvolle Ergänzung.

In seltenen Fällen können Teile von Zahnstein abplatzen, wenn sie sehr dick sind. Das ist jedoch kein Zeichen von "Heilung". Der verbleibende, raue Rest auf dem Zahn muss dennoch zahnärztlich entfernt werden, um Bakterien keinen Halt zu bieten.

Schwarzer oder dunkelbrauner Zahnstein (Konkremente) befindet sich meist unterhalb des Zahnfleischsaums. Die dunkle Farbe entsteht durch Abbauprodukte des Blutes bei Entzündungen. Er ist oft ein Warnsignal für eine fortgeschrittene Zahnfleischentzündung oder Parodontitis und sollte dringend vom Zahnarzt entfernt werden.

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