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Zunge reinigen richtig gemacht: Schaber, Bürste oder Spülung?


Wusstest du, dass bis zu 90 % des Mundgeruchs im Mundraum selbst entstehen – und der Großteil davon auf der Zunge? Viele Menschen verlassen sich allein auf das Zähneputzen, doch die komplexe Struktur der Zunge bietet Bakterien idealen Schutz. Erfahre, warum mechanische Reinigung allein oft nicht ausreicht und wie du mit der richtigen Kombination aus Zungenschaber und Mundspülung mit antibakterieller Wirkung für optimale Frische sorgst.

Von LISTERINE® 05. Mai 2026

Eine lächelnde Frau, die sich schminkt und in den Spiegel schaut

Warum Zungenreinigung wichtig ist

Warum sollte man die Zunge reinigen? Weil die Zunge aufgrund ihrer rauen Oberfläche mit unzählige Papillae filiformes (fadenförmige Papillen) ein ideales Habitat für Bakterien bietet. Diese Papillen bilden tiefe, sauerstoffarme Krypten, in denen sich Mikroorganismen ungestört vermehren können.

Wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass ca. 85-90 % aller Halitosis-Fälle (Mundgeruch) intraoralen Ursprungs sind, wobei der Zungenbelag allein für 50-60 % dieser Fälle verantwortlich ist.[1]

Wie reinige ich meine Zunge? Der Methoden-Vergleich

Die mechanische Entfernung des Biofilms ist der erste Schritt zur Reduktion der Bakterienlast. Doch nicht jedes Werkzeug ist gleich effektiv.

Zungenschaber vs. Zahnbürste

Ist ein Zungenschaber besser als eine Zahnbürste? Ja, Studien zeigen, dass Zungenschaber bei der Reduktion von flüchtigen Schwefelverbindungen auf der Zunge deutlich effektiver sind.

Laut einer Untersuchung der Universität von Sao Paulo reduziert der Zungenschaber die VSC-Werte um ca. 75 % auf der Zunge, während die Zahnbürste lediglich eine Reduktion von etwa 45 %. [2-3]

Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Reichweite: Die hohe Bauform der Zahnbürste löst am hinteren Zungenrücken – dort, wo die Bakteriendichte am höchsten ist, schneller einen Würgereiz aus.

  • Verteilung statt Entfernung: Die Borsten der Zahnbürste neigen dazu, den schleimigen Biofilm eher zu verteilen, als ihn effektiv abzutragen.

  • Hygiene: Es droht eine Re-Kontamination, da Bakterien tief in den Borsten verbleiben können.

Für die mechanische Vorarbeit ist der Schaber das Instrument der Wahl. Um den kompletten Mundraum zu reinigen können Mundspülungen wie LISTERINE® eine wichtige Ergänzung sein.

Anleitung: Mechanische Reinigung richtig anwenden

Für eine effektive umfassende Routine empfiehlt sich folgendes Vorgehen:

  1. Zeitpunkt: Am besten morgens vor dem Frühstück anwenden, da die Belagsdichte nach der Nacht am höchsten ist.

  2. Vorbereitung: Zunge so weit wie möglich herausstrecken.

  3. Positionierung: Den Schaber so weit hinten wie möglich ansetzen, ohne einen Würgereiz auszulösen.

  4. Reinigung: Mit sanftem Druck von hinten nach vorne ziehen. Wiederhole diesen Vorgang 3 bis 5 Mal.

  5. Hygiene: Das Instrument nach jedem Zug und am Ende gründlich abspülen.

Chemische Unterstützung: Warum Mechanik allein nicht reicht

Reicht mechanisches Schaben aus? Mechanische Reinigung reduziert zwar den Biofilm oberflächlich, erreicht aber oft nicht die Bakterien in den tiefen Krypten und Fissuren der Zunge.

Studien zeigen, dass die Werte an flüchtigen Schwefelverbindungen (VSC) bereits 30 bis 60 Minuten nach der rein mechanischen Reinigung wieder ansteigen können[4-5]

Die Lösung ist eine Kombinationstherapie: Mechanik plus Mundspülung mit antibakterieller Wirkung. LISTERINE® erreicht bis zu 100% des Mundraums (wenn Mundspülung zusätzlich zur mechanischen Reinigung angewendet wird).

Inhaltsstoffe sind hierbei:

  • Ätherische Öle: Diese können den Biofilm penetrieren und wirken antibakteriell.

  • Zink: Neutralisiert Schwefelverbindungen direkt, indem es unlösliches Zinksulfid bildet, und reduziert bakterielle Enzyme, die für die Geruchsbildung verantwortlich. [6-7]

Mundspülungen sind für eine umfassende Zahn- und Mundhygiene daher von großer Bedeutung.

Empfohlene Produkte

Mit ätherischen Ölen, Fluorid und wahlweise Zinkformel bieten LISTERINE® Total Care Varianten Rundumschutz für starke Zähne und gesundes Zahnfleisch.

Wie oft Zunge reinigen?

Wie häufig sollte man die Zunge reinigen? Experten empfehlen die tägliche Reinigung, idealerweise morgens.

Nachts ist der Speichelfluss reduziert, was die Selbstreinigung des Mundes verringert und die Bildung von Belag begünstigt. Eine regelmäßige Morgenroutine, bestehend aus mechanischer Reinigung und anschließender Spülung, entfernt diese Ansammlungen effektiv. Dies unterstützt das natürliche Gleichgewicht der Mundflora, ohne es zu zerstören, und sorgt für einen frischen Start in den Tag.

Hausmittel und ganzheitliche Ansätze

Helfen Hausmittel bei Zungenbelag? Bedingt. Methoden wie das Ölziehen können die Mundhygiene unterstützen, ersetzen jedoch nicht die mechanische Reduktion des Biofilms durch einen Schaber.

Ja, die Zungenreinigung ist sehr effektiv. Sie entfernt den bakterienreichen Biofilm auf dem Zungenrücken, der Hauptursache für Mundgeruch ist. Studien zeigen, dass die Verwendung eines Zungenschabers die flüchtigen Schwefelverbindungen um bis zu 75 % reduzieren kann, was deutlich wirksamer ist als bloßes Zähneputzen.

Ja, dieser Belag sollte entfernt werden. Er besteht aus einer Mischung von Bakterien, abgestorbenen Zellen und Nahrungsresten. Wenn dieser Biofilm auf der Zunge verbleibt, zersetzen Bakterien die enthaltenen Proteine, was zu unangenehmem Mundgeruch und potenziell zu Zahnfleischproblemen führen kann.

Das ist möglich, aber weniger effektiv. Die Borsten erreichen oft nicht die tiefen Krypten der Zunge und verteilen den Belag teilweise nur. Zudem lösen Zahnbürsten weiter hinten im Mund leichter einen Würgereiz aus. Aus hygienischer Sicht ist ein abwaschbarer Schaber besser, da sich Bakterien in Borsten festsetzen können.

Ideal sind Mundspülungen mit antibakterieller Wirkung (wie z. B. durch ätherische Öle), die bei Bedarf zusätzlich mit Zink kombiniert werden können.

QUELLENANGABEN

1. Seemann R, et al. Halitosis management by the general dental practitioner - results of an International Consensus Workshop. Journal of Breath Research. 2014;8(1):017101. doi:10.1088/1752-7155/8/1/017101

2. Pedrazzi V, et al. Tongue-cleaning methods: a comparative clinical trial employing a toothbrush and a tongue scraper. Journal of Periodontology. 2004;75(7):1009-1012. doi:10.1902/jop.2004.75.7.1009

4. Sanz M, et al. Treatment of stage I–III periodontitis - The EFP S3 level clinical practice guideline. Journal of Clinical Periodontology. 2020;47(S22):4-60. doi:10.1111/jcpe.13290

5. Seemann R, et al. Halitosis management by the general dental practitioner - results of an International Consensus Workshop. Journal of Breath Research. 2014;8(1):017101. doi:10.1088/1752-7155/8/1/017101

6. Winkel EG, et al. Clinical effects of a new mouthrinse containing chlorhexidine, cetylpyridinium chloride and zinc-lactate on oral halitosis. Journal of Clinical Periodontology. 2003;30(4):300-306. doi:10.3390/jcm10235532

7. Winkel EG, et al. Clinical effects of a new mouthrinse containing chlorhexidine, cetylpyridinium chloride and zinc-lactate on oral halitosis. Journal of Clinical Periodontology. 2003;30(4):300-306. doi:10.3390/jcm10235532

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